Eistauchtraining an der Neuen Donau – Vorbereitung auf extreme Bedingungen

Am Sonntag, dem 11. Jänner 2026, absolvierten fünf Taucher der Österreichischen Wasserrettung Wien ein intensives Eistauchtraining an der Neuen Donau.

Während aktuell von offizieller Seite davor gewarnt wird, Eisflächen zu betreten, trainierten unsere Einsatzkräfte bewusst unter der gefrorenen Oberfläche – kontrolliert, gesichert und unter realistischen Bedingungen.

Eistauchen stellt aus technischer und sicherheitsrelevanter Sicht besondere Anforderungen und unterscheidet sich deutlich vom regulären Tauchen. Die eingesetzte Ausrüstung muss extremen Temperaturen standhalten, insbesondere Atemregler und Ventile sind stark beansprucht. Zudem ist der sichere Umgang mit dem Trockentauchanzug essenziell, da dieser nicht nur vor Kälte schützt, sondern auch maßgeblich die Beweglichkeit und Tarierung unter Eis beeinflusst.

Ein zentrales Element des Eistauchens ist das Sicherheitskonzept. Jeder Taucher ist während des gesamten Tauchgangs mit einer Sicherheitsleine verbunden. An der Oberfläche übernimmt ein speziell ausgebildeter Leinenführer die Sicherung und Kommunikation. Diese erfolgt ausschließlich über definierte Leinensignale, bei denen jedes Ziehen eine festgelegte Bedeutung hat. Im Notfall kann der Taucher so sofort lokalisiert und sicher zurückgeführt werden.

Trainings unter diesen Bedingungen sind ein wesentlicher Bestandteil der Einsatzvorbereitung. Sie stellen sicher, dass unsere Taucher auch bei Eis, Kälte und eingeschränkter Sicht handlungsfähig bleiben – etwa bei Sucheinsätzen, technischen Hilfeleistungen oder besonderen Gefahrenlagen im Winter. Die Österreichische Wasserrettung Wien investiert laufend in Ausbildung und Training, um jederzeit professionell, sicher und effektiv helfen zu können – unabhängig von Jahreszeit und Witterung.

Text: Karin Paur
Fotos: Peter Schaefer

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