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Österreichische Wasserrettung - Landesverband Wien

Erfolgreiche Personensuche in der Alten Donau (15.08.2011)


Durch einen TV-Beitrag des ORF am 14.08.2011 wurde die ÖWR Wien auf den tragischen Badeunfall eines 20-jährigen jungen Mannes aufmerksam, der sich gegen 17:00 desselben Tages in der unteren Alten Donau auf Höhe Strandbad Gänsehäufel ereignet hatte. Der sofortige Sucheinsatz der Taucher der Berufsfeuerwehr Wien blieb in dem nur sehr schwer zu durchsuchenden Gewässer leider erfolglos.

Nach Rücksprache mit dem See- und Stromdienst der Polizei Wien wurde noch am selben Abend eine Vor-Alarmierung für die Einsatztaucher der ÖWR Wien durchgeführt, da durch das lange Wochenende mit weniger verfügbaren Tauchern zu rechnen war. Nach einer erneuten Rücksprache mit der Polizei am Morgen des 15.08.2011 wurde um 08:45 der Alarm für die ÖWR-Einsatztaucher ausgelöst. Um 10:30 trafen sieben Taucher im Clublokal ein und bereiteten ihre Ausrüstungen vor. Nach dem Ausrücken um ca. 11:25 traf der Einsatzbus gegen 11:40 an der unteren Alten Donau im Bereich der Lagerwiesen Rehlacke ein. Zur selben Zeit wurde der Taucheinsatz der Berufsfeuerwehr Wien gerade beendet. Der TEL der ÖWR (Dirk Strickmann) wurde durch den EL der BF Wien kurz in den bisherigen Sucheinsatz eingewiesen.

In der Zwischenzeit kam erneut der Polizeidiensthund (PDH) „Pandora“ (PDHE-Süd) zum Einsatz. Der PDH zeigte erneut im Einsatzgebiet eine Reaktion (bellen), die auf die vermisste Person hindeutete.

Als nächstes wurden drei Grundleinen (ca. 120 m Länge) im Abstand von 10 m zueinander quer durch die Alte Donau gezogen und an den Schwimmbereichsabsperrungen vor dem Gänsehäufel fixiert. Zwischen zwei dieser Grundleinen begann um 13:11 eine Suchkette von sieben ÖWR-Einsatztauchern die Suche nach der vermissten Person. Massiver Wasserpflanzenbewuchs und schlechte Sicht erschwerten die Suche sehr. Dennoch konnte bereits nach 4 min um 13:15 die Person von Manfred D. im 3,2 m tiefen Wasser auf dem Grund liegend in ca. 30 m Entfernung zum linken Ufer gefunden und zusammen mit Johannes B. an die Oberfläche gebracht werden. Das sofortige An-die-Oberfläche-Bringen war vor dem Einsatz mit der Polizei vereinbart worden.

Die geborgene Person wurde mit Hilfe eines Spineboards an Land gebracht und dem See- und Stromdienst, sowie der Funkwagenbesatzung Tasso 2 übergeben. Die gesamte Zusammen­arbeit mit dem See- und Stromdienst, wie auch mit der Polizeidiensthundeinspektion Süd muss als sehr kollegial und professionell bewertet werden.

Nach dem Verstauen der Ausrüstungen und der notwendigen Vor-Ort-Dokumentation rückte der ÖWR-Einsatzbus gegen 14:00 wieder ein.

Nach dem endgültigen Versorgen der Ausrüstungen im ÖWR-Clublokal und einer Nach­be­sprechung wurde der Einsatz dann um 15:15 beendet.

Erstellt von: Dirk Strickmann