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Österreichische Wasserrettung - Landesverband Wien

Einsatz- und Katastrophenschutzübung mit Hubschrauber


Aufgrund der akuten Bedrohungen im heurigen Jahr durch Hochwasser mit im Wasser treibenden Personen und Evakuierungen aus vom Hochwasser eingeschlossenen Gebieten, wurde vom Land Burgenland eine Einsatz- und Katastrophenschutzübung angeordnet. Der ÖWR Landesverband Burgenland veranstaltete daraufhin am Neufeldersee eine bundesländerübergreifende Übung für Wildwasserretter der Österreichischen Wasserrettung und Taucher des Feuerwehr Tauchdienstes Burgenland.

 

Die Übung fand in Kooperation mit dem Österreichischen Bundesheer statt, das für die Übung einen mit Seilwinde ausgerüsteten Hubschrauber „Agusta Bell 212“ zur Verfügung stellte.

Der ÖWR Landesverband Wien versorgte den  LV Burgenland mit zusätzlichen Wildwasserausrüstungen und durfte mit einer kleinen Abordnung an der Übung teilnehmen.

 

 

 

 

 

 

 

Zu Beginn bekamen alle Teilnehmer von der Hubschrauberbesatzung eine ausführliche Sicherheitsschulung zur Vermeidung von Gefahren bei der Zusammenarbeit mit dem Fluggerät. Wesentlich war hier vor allem das Ein- und Aussteigen am Boden bei laufendem Triebwerk und die korrekte Einweisung des Hubschraubers bei der Landung.

Anschließend wurden im ersten Teil der ganztägigen Übung die Feuerwehrtaucher per Hubschrauber zu ihrem Suchgebiet gebracht, wo sie die systematische Unterwassersuche übten. Die Wildwasserretter wurden gruppenweise auf den See geflogen und übten dort mit steigender Höhe den korrekten Absprung.

 

 

 

 

 

 

 

 

Am Nachmittag konnten die Wildwasserretter unter strenger Aufsicht eines Flugretters des Bundesheeres das gegenseitige Bergen aus dem Wasser mittels Seilwinde üben.

Den Abschluss bildete eine realitätsnahe Einsatzübung. Die Feuerwehrtaucher stellten dabei in Not geratene Taucher dar, die zunächst aus der Luft zu orten waren. Anschließend wurden die Wildwasserretter über dem Wasser abgesetzt. Sie mussten zunächst die Taucher von ihrer Tauchausrüstung trennen, um sie anschließend mit einer Bergevorrichtung (Bergedreieck) zu sichern. Nach dem entsprechenden Zeichen des Retters an die Hubschrauberbesatzung erfolgte die Bergung in den Hubschrauber mittels Seilwinde und der Transport zurück zum Landeplatz.

Beeindruckend war die Leistung der Hubschrauberbesatzung, die trotz des sehr starken Windes samt heftiger Windböen einen reibungslosen Übungsablauf ermöglichte.

Alle Teilnehmer waren mit großem Eifer bei der Sache und konnten wichtige Erfahrungen für den Ernstfall machen.

Erstellt von: Tina Steindl