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Österreichische Wasserrettung - Landesverband Wien

Spontane interne Fortbildung: Modul "Baywatch" :)


Fünfzehn hochmotivierte Einsatzkräfte des LV Wiens fanden sich kurzfristig am Freitag Abend zu einer intensiven Fortbildungsveranstaltung zusammen.


Der Haupteil der Schulung bestand aus einem knapp zweistündigen Theorievortrag, der die Teilnehmer in die erweiteren Aufgabenbereiche von Rettungsschwimmern einführte (Festnahme von HighTech-Stranddieben, Undercover-Ermittlungen gegen Drogendealer inklusive Grundlagen in "Transgender-Verkleidungen für Fortgeschrittene", Verfolgungsjagden zu Wasser und Land) sowie sie mit den neuen Bekleidungsvorschriften, dem richtigen Gebaren am Strand sowie den angemessenen Verhaltensweisen in Notsituationen vertraut machte (Gastvorträge zu den Themen "Flammenresistenz durch absolute Coolness" und "Effiziente Kooperation mit Behörden und anderen Rettungsorganisationen"). So wurde nicht nur die Notwendigkeit vollverspiegelter Sonnenbrillen eingehend behandelt (natürlich ausschließlich zum Schutz der Augen), sondern auch das schnellstmögliche Erreichen der Unfallstelle durch anatomisch korrektes Zeitlupenlaufen und der beschleunigte Kopfsprung aus verschiedenen Höhen in die Felsbrandung zum Ansteuern des Opfers. 

Nach diesem lehrreichem und - dank des beinahe schon übermenschlichen Einsatzes der Vortragenden - auch sehr unterhaltsamen Input ging es für einige Hartgesottene nach einem kurzen Meinungsaustausch bei isotonischen Erfrischungsgetränken anschließend noch darum, das Gelernte auch unter erschwerten Bedingungen, nämlich bei völliger Dunkelheit im Rahmen einer Nachtübung, sogleich in die Praxis umzusetzen. Mit der passenden musikalischen Untermalung erwies sich das richtlinienkonforme Slow-Motion-Anlaufen der Badeplattform mit der obligatorischen Rettungsboje allerdings als gar nicht so schwer, und so konnte daraus gleich direkt in den gestreckten Köpfler ins algendurchwachsene kühle Nass der Neuen Donau übergegangen werden. 

Als Erinnerung an diesen besonderen Abend bleibt uns das nicht nur das Wissen, dass wir unsere Bay nun gegen Gefahren aller Art so stilvoll wie noch nie verteidigen können, sondern auch ein gemeinsames Foto mit den Mitgliedern und Ausbildnern der Baywatch, die viel mehr sind als nur das - sie sie sind unsere Mentoren.

ACHTUNG: Dieser Artikel kann Sarkasmus beinhalten!


Autor: Barbara Nehiba
Erstellt von: Wolfgang Fischer