Landesverband

Der nunmehrige Landesverband Wien der Österreichischen Wasserrettung sieht auf eine mittlerweile mehr als 50-jährige Geschichte zurück, wobei aber schon viel früher Anstrengungen in Wien unternommen wurden, das Wasserrettungswesen zu etablieren. Dieses Ansinnen wurde aber durch finanzielle und politische Gründe immer wieder vor große Schwierigkeiten gestellt.

Eine kleine Übersicht über die Geschichte des LV Wiens und der Österreichischen Wasserretung im allgemeinen soll die folgende Tabelle geben:

 

Datum

ÖWR

ÖWR - LV Wien

Ende 18. Jhdt. Wie in vielen europäischen Städten erste Ansätze eine Wasserrettungsorganisation zu gründen
1922 Gründung der Österreichischen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (Einstellung 1927)
1927 Entstehung des "Rettungsschwimmclubs Wien"
1933 Umbildung zum "Österreichischen Rettungsschwimmclub" (ÖRSK)
1938 Ende der Eigenständigkeit des ÖRSK und Eingliederung in die DLRG als "Landesverband Ostmark" (bis 1945)
1948 "Arbeiter Samariter Bund Österreichs"(ASBÖ, 1948) bzw. "Rotes Kreuz (1952) übernehmen die Aufgaben der Rettungsschwimmausbildung, da der revitalisierte ÖRSK nicht mehr in der Lage war, wieder in ganz Österreich aktiv zu werden. Zusätzlich bildet die Bayrische Wasserwacht in Kärnten auch in diesem Sinne aus
1951 Gründung eines "Freiwilligen Wasserrettungsdienstes Vorarlberg" in Bregenz
1952 Beginn von Rettungsschwimmausbildung im Rahmen des "Schwimmclubs Hermagor"
1955 Missglückter Versuch der Wiedergründung einer "Österreichischen Lebens-Rettungs-Gesellschaft" in Innsbruck
1957 Freiwillige Auflösung des ÖRSK (1. März) anschließend
1957 Gründung der "Österreichischen Wasser-Rettung" in Linz (16. März) mit 9 Bereichen (in etwa entsprechend den Bundesländergrenzen), Sitz der Bundesleitung in Salzburg
1957 Nach ÖWR Gründungsversammlung Übernahme der Bereichsleitung Wien durch Hans STEINER (bis 1963)
1957 Erste Rettungsschwimmkurse im Diana-Bad (auch Sitz der Bereichsleitung)
1958 Entstehung der ersten "Wasserrettungsschulen" (Hermagor, Salzburg) zur Ausbildung von Lehrscheinern
1958 Aufnahme der ÖWR in die "Federation Internationale de Sauvetage aquatque"(FIS)
1959 Vereinheitlichung der Rettungsschwimmabzeichen (Vermittelt durch das Unterrichtsministerium)
1959 Erste Tauchausbildung durch Johann VAVRA und Peter PFEFFER (Mitglieder des "Tauchclubs Austria")
1962 Umzug der Bereichsleitung in das "Haus des Sports"
1962 Initiative bezüglich "Tauchen in der ÖWR", Entwurf von Prüfungs- und Einsatzvorschriften
1963 Koordinationsseminar für erfahrene Taucher der ÖWR und Ausstellung der ersten vierzehn ÖWR-Lehrtauchscheine
1963 Berufung von Hans STEINER als Schwimmlehrer nach Griechenland
1963 Neuer Bereichsleiter Johann VAVRA (bis 1979)
1964 Gründungsversammlung des Landesverbandes Wien mit eigenen Statuten und erstmals komplett gewähltem Vorstand
um 1965 Stilllegung des Dianabads und somit Verlust der Trainingsstätte
um 1965 Umgestaltung der ÖWR-Bundesleitung als zentral 9 Bereiche verwaltenden Vereins zur Dachorganisation selbstständiger Landesverbände, die nach und nach aus den ehemaligen Bereichen hervorgehen
1966 Bundesweite Einführung einheitlicher Tauchrichtlinien zur Ausbildung von "Rettungstauchern"
1967 Österreichweit einheitliche Prüfungsordnung für alle Rettungsschwimmer ausbildenden Organisationen
1967 Eröffnung des Floridsdorfer Bades und somit neue Trainingsmöglichkeit
1970 Gründung der "Arbeitsgemeinschaft Österreichisches Wasserrettungswesen" (Arge ÖWRW) als Koordinationsorgan. Mitglieder sind das Österreichische Jugend Rotkreuz (ÖJRK), der ASBÖ, die ÖWR sowie das Innen- und das Verteidigungsministerium
um 1970 Erstes Bundesnautikseminar und Erstellung einheitlicher Richtlinien für den Bootsdienst
1970 Erste Motorbootkurse für ÖWR-Mitglieder durch Bela LATKOCZY
1973 Verankerung der Österreichischen Wasserrettung, Landesverband Wien in den Katastrophen-Einsatzplan der Stadt Wien
1974 Beitritt der ÖWR zur "World Life Saving"(WLS)
1979 Gründung des Landesverbandes Burgenland als letzter der selbstständigen Landesverbände
1979 Unter dem neuen Landesleiter Gerhard STIPANI (bis 2003) weitere Entwicklung des LV Wien in Richtung Einsatzorganisation
1994 FIS und WLS schließen sich zur "International Life Saving Federation"(ILS) zusammen, bei der die ÖWR seit Anbeginn aktiv beteiligt ist
um 2000 Einführung von bundesweiten Richtlinien zur Durchführung von Fließ- und Wildwasserrettungskursen
2003 Überraschender Tod von Gerhard STIPANI und Übernahme der Landesleitung durch Walter GRIMM (bis Ende 2010)
2004 Anschaffung des zweiten, großen Einsatzbootes unter bedeutender finanzieller Unterstützung der Stadt Wien
2005 Ankauf eines neuen Einsatzbusses
2008 Bisher größter Einsatz des LV Wien, im Zuge der Fußball Euro 2008
2009 Anschaffung eines 90 PS Aussenborder für Boot 2
2010 Umstellung auf TETRA Funk
2011 Übergabe der Landesleitung von Dipl.Ing. GRIMM an Ing Alexander PAMER
Schaffung eines Ausbildungszentrums an der neuen Donau
Kauf eines Schlauchbootes
2012 Neuwahl der Landesleitung unter Landesleiter Ing. Alexander PAMER
2014 Ankauf eines Geländewagens mit Ladefläche
2014 Hilfseinsatz in Bosnien

 

Quelle: u.a. Festschrift zu "50 Jahre Österreichische Wasserrettung", Dipl.-Ing. Walter Grimm